Wie geht das denn konkret mit der Psychotherapie?

Bevor es zu einer Therapie kommt, geht es in Vorgesprächen ("Sprechstunde" und „probatorische Sitzungen“) darum zu klären welches Problem bzw. welche Fragestellung den Patienten bewegt. Eine in den Grundzügen übereinstimmende Sichtweise von Therapeut und Patient/in ist hier unverzichtbar. Im zweiten Schritt wird die Vorgehensweise, der voraussichtliche Weg zur Lösung, erläutert und auch hier kommt es darauf an, dass der Patient/die Patientin die Methode versteht und als plausibel akzeptiert. Dieses – zunächst vorläufige – gemeinsame Grundverständnis ist die Grundlage jeder Behandlungsvereinbarung.

Einzeltherapie

Überwiegend behandle ich meine Patienten in einzeltherapeutischen Gesprächen in Sitzungen von in der Regel 50 Minuten Dauer. Gelegentlich sind auch „halbe Sitzungen“ von 25 Minuten sinnvoll. Wie lange sich eine psychotherapeutische Behandlung hinzieht hängt von dem vorliegenden Problem ab und davon, ob ein produktiver therapeutischer Prozess in Gang kommt. Sie sollten mit mindestens einem halben Jahr rechnen. Viele Therapien erstrecken sich – mit gutem Grund – auf ein bis zwei Jahre.

Gruppentherapie

Ich biete auch tiefenpsychologisch fundierte Gruppentherapie an. Dazu kommen wöchentlich 5 – 7 Teilnehmer zu einer gemeinsamen Therapiesitzung über 100 Minuten zusammen. Gruppentherapie wird leider oft und sehr zu unrecht in ihrer Wirksamkeit unterschätzt. Tatsächlich ist sie mindestens genauso wirksam wie Einzeltherapie, in manchen Bereichen der Einzeltherapie sogar überlegen.

Man kann eine Therapiegruppe als eine Art Labor auffassen, in dem mit Hilfe der Gruppe persönliche Schwierigkeiten der Teilnehmer erkannt und verstanden werden und Veränderungsmöglichkeiten in einem geschützten Raum erprobt und gefördert werden können. Wie in der Einzeltherapie können auch in der Gruppentherapie unbewusste Konflikte bewusst und damit veränderbar werden.

Paar- und Familientherapie

Oft sind ungeklärte Spannungen und Konflikte zwischen Partnern oder in Familien der Hintergrund für krankheitswertige Störungen bei den Beteiligten. Hier kann eine Paar- oder Familientherapie, d. h. gemeinsame Sitzungen mit den Beziehungspartnern oder einer Familie hilfreich sein. Auch solche Behandlungsformen biete ich an. Leider sind die Finanzierungsmöglichkeiten von Paar- oder Familientherapien durch die Krankenkassen – noch – sehr eingeschränkt. Hier muss im Einzelfall nach Lösungen gesucht werden.

  

Kindertherapie

Nach vielen Jahren kinderpsychotherapeutischer Arbeit übernehme ich heute aus Altersgründen – leider - keine Behandlungen von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren mehr.